| Nun zehn deutsche Fälle von
Rinderwahn (09.01.01) - Pressemeldung von AP 26. November 2000 - In Schleswig-Holstein wird die erste
BSE-Erkrankung einer aus Deutschland stammenden Kuh zweifelsfrei nachgewiesen. Eine 1996
in Hörsten geborene Kuh wird in einem BSE-Schnelltest positiv getestet. Der gesamte
Bestand wird am nächsten Tag trotz negativen Befunds getötet.
6. Dezember 2000 - In allen Bundesländern
sind ab sofort BSE-Schnelltests an Schlachtrindern vorgeschrieben, die älter als 30
Monate sind.
11. Dezember 2000 - Der Verdacht, auch ein
Hof in Sachsen-Anhalt könnte von BSE betroffen sein, bestätigt sich nicht. Ein Gentest
ergibt, dass ein angeblich aus Deutschland stammendes und auf den Azoren erkranktes Rind
nicht vom angenommenen Hof kam.
17. Dezember 2000 - In Deutschland wird ein
zweiter Fall von Rinderwahn entdeckt. Die im Oktober 1995 geborene Kuh stammte aus einem
Familienbetrieb in Sulzberg im Oberallgäu.
20. Dezember 2000 - Der BSE-Verdacht bei
einem am 15. Dezember geschlachteten Tier aus dem Landkreis Cham bestätigt sich. Das im
März 1996 geborene Rind gehörte zu einem bäuerlichen Familienbetrieb in Furth im Wald.
21. Dezember 2000 - Zwei weitere BSE-Fälle
in Bayern werden nachgewiesen. Die beiden Tiere stammten aus den Landkreisen
Weilheim/Schongau in Oberbayern und Neumarkt in der Oberpfalz. Der Fall aus Oberbayern
sorgt für besonderes Aufsehen: Das sechseinhalb Jahre alte Tier zeigte bereits deutliche
Krankheitssymptome. Es war daher bereits am 2. November wegen Gleichgewichts- und
Bewegungsstörungen notgeschlachtet worden.
22. Dezember 2000 - Die EU-Kommission fordert
Deutschland auf, alle exportierten Lebensmittel, insbesondere Dosenwurst, zurückzurufen,
die ein potenzielles BSE-Risiko bergen.
27. Dezember 2000 - Der sechste Fall von
Rinderwahn wird wiederum aus Bayern gemeldet. Aus Westerheim bei Memmingen im Landkreis
Unterallgäu stammte die im Mai 1996 geborene Kuh.
28. Dezember 2000 - Niedersachsen hat seinen
ersten BSE-Fall. Der Rinderwahn wird bei einer im Mai 1996 geborenen Kuh aus dem Landkreis
Osnabrück bewiesen.
4. Januar 2001 - In Bayern gibt es zwei
weitere BSE-Fälle, darunter bei einer erst 28 Monate alten in Freising geborenen Kuh. In
Lindau am Bodensee diagnostizierten drei Tierärzte Rinderwahn bei einer noch lebenden,
1995 geborenen Kuh. Sie war aufgefallen, weil sie plötzlich unruhig, nervös und
berührungsempfindlich wurde.
5. Januar 2001 - In Schleswig-Holstein wird
ein zweites Rind mit Verdacht auf BSE gefunden. Eine vier Jahre alte Milchkuh aus dem
Kreis Stormarn im Süden des Landes wird positiv getestet. Das Zentrallabor in Tübingen
bestätigt das Ergebnis. Ein weiterer BSE-Verdachtsfall tritt in Niedersachsen auf. Nach
der Schlachtung einer 1995 geborenen Kuh aus einem Betrieb im Landkreis Celle fallen beide
BSE-Schnelltests positiv aus.
9. Januar 2001 - Das Tübinger Zentrallabor
bestätigt den BSE-Befall bei der Kuh aus Celle. Damit steigt die Zahl der an Rinderwahn
erkrankten Tiere in Deutschland auf zehn. |