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Aktuelle Tagesnachrichten dieser Woche:
Mi, den 11.07.2001 05:55, - AP (Chicago) -
Verunreinigtes OP-Besteck übertrug möglicherweise CJD
In den USA haben sich möglicherweise 14 Patienten über verunreinigtes OP-Besteck mit der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJD) infiziert. Wie die Vereinigung der Gesundheitsorganisationen am Dienstag mitteilte, wurden die Patienten in zwei Krankenhäusern in Denver und New Orleans mit medizinischen Geräte operiert, die zuvor bei Kranken mit CJD verwendet wurden. Sechs Patienten zeigten nach der Operation im vergangenen Jahr keine Symptome von CJD. Die Vereinigung warnte in ihrer Mitteilung landesweit fast 5.000 Krankenhäuser vor ähnlichen Fällen. Sie erklärte, da eine normale Sterilisation die Erreger von CJD nicht töte, sollten die Instrumente nach einem neurologischen Eingriff mit unklarer Diagnose nicht verwendet werden. Eine Biopsie könne dann Klärung bringen.
Mi, den 04.07.2001 19:35, - AP (Rom) -
Weiterer BSE-Fall in Italien bestätigt
Das italienische Gesundheitsministerium hat am Mittwoch den 16. BSE-Fall des Landes bestätigt. Es handele sich dabei um ein fünf Jahre altes Tier von einem Hof aus der Nähe der Stadt Lecco in Norditalien. Der erste Fall der Tierkrankheit in Italien wurde erst im Januar entdeckt, nachdem die EU obligatorische Tests für Tiere über 30 Monate angeordnet hatte. Fälle der Creutzfeld-Jakob-Krankheit bei Menschen, die vermutlich in engem Zusammenhang mit BSE steht, sind aus Italien bislang nicht bekannt.
Mi, den 04.07.2001 15:05, - AP (Wiesbaden) -
Neuer BSE-Fall in Hessen (88. Fall bundesweit)
In Hessen ist erneut ein mit BSE infiziertes Rind entdeckt worden. Wie das Sozialministerium in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte, handelt es sich um ein in Baden-Württemberg geborenes Tier. Es gehörte zur Geburtskohorte eines Rindes, bei dem die Bundesanstalt für Viruskrankheiten für Tiere in Tübingen kürzlich BSE festgestellt hatte. Daraufhin wurden alle Rindes des Jahrgangs auf BSE getestet.
Das jetzt positiv getestete Rind stand zuletzt in einem Ammenkuhbestand im Odenwaldkreis. Es ist der 88. BSE-Fall in Deutschland.
Mi, den 04.07.2001 14:35, - AP (München) -
Nach BSE-Häufung Allgäuer Futterfabrik im Visier
Die ungewöhnliche Häufung von BSE-Fällen im Allgäu könnte unter anderem auf eine Futtermittelfabrik in Kempten zurückzuführen sein. Der Kemptener Oberstaatsanwalt Günther Meltendorf sagte dem Magazin «Stern»: «Uns ist aufgefallen, dass in bisher sechs Fällen aus der Region Milchaustauscher der Firma Alma-Futter GmbH aus Kempten verwendet wurde.» Die Firma war 1997 Konkurs gegangen.
Der Sprecher des bayerischen Verbraucherministeriums, Rainer Riedl, sagte: «Die Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft decken sich mit unseren.» Die Datenbasis sei allerdings zu dünn, um von einer heißen Spur zu sprechen. Es sei auch unwahrscheinlich, dass BSE in Deutschland auf eine einzige Ursache zurückzuführen sei.

Ein Viertel der bundesweit 87 Fälle von Rinderwahn traten im Allgäu und den benachbarten oberbayerischen Landkreisen auf. Meist handelte es sich um Kühe der Jahrgänge 1995 und 1996 von kleinen Bauernhöfen, die Futtermittel zukauften. Nach bisherigen Erkenntnissen der Wissenschaft wurde BSE über verseuchtes Tiermehl und Milchaustauscher verbreitet. In Milchaustauschern zur Kälberaufzucht durften bis Dezember 2000 tierische Fette verwendet werden.
Mi, den 04.07.2001 08:45, - dpa (Hamburg) -
Rinder-Ankaufprogramm funktioniert laut «stern» nicht
Beim laufenden Rinder-Ankaufprogramm der EU zur Marktbereinigung wegen der BSE-Krise sind bisher noch nicht einmal 1000 Tonnen Rindfleisch zusammengekommen. Das berichtet der «stern». Das Programm sei eine «Luftnummer», zitiert das Blatt einen Sprecher des Bauernverbandes. Die Bauern machten nicht mit, weil die Schlachthöfe die Ankaufpreise drückten. Das bringt Verbraucherministerin Renate Künast in Schwierigkeiten, die Nordkorea aus humanitären Gründen 18000 Tonnen Rindfleisch zugesagt hatte.
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